Nachträglicher Hinweis:
- Florian Warweg ist der frühere Online-Chef des russischen Propagandamediums RT Deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Warweg
- NachDenkSeiten mit dem Untertitel „Die kritische Website“ ist ein deutsches Blog, auf dem politische und gesellschaftliche Themen kommentiert werden. Ursprünglich als wichtiger Bestandteil einer „Gegenöffentlichkeit“ gelobt, wird der Website seit etwa 2015 jedoch vorgeworfen, Verschwörungstheorien zu verbreiten, etwa zum Russisch-Ukrainischen Krieg seit 2014 oder zur Corona-Pandemie. Herausgeber ist der ehemalige SPD-Politiker Albrecht Müller, welcher auch selbst zahlreiche Beiträge veröffentlicht: https://de.wikipedia.org/wiki/NachDenkSeiten
Frei aus dem Beitrag von Florian Warweg zitiert:
Aufgrund des letzten EU-Sanktionspakets vom 20. Mai wurde der Chefredakteur des Portals Red Media, Hüseyin Doğru wegen „destabilisierender Aktivitäten Russlands“ mit Verweis auf dessen Berichterstattung zu Pro-Palästina-Protesten in Deutschland vollumfänglich sanktioniert.
Sowohl was dessen persönliches Schicksal angeht, er lebt mit mehreren Kindern und einer Frau mit fortgeschrittener Risikoschwangerschaft voll EU-sanktioniert (Kontosperrung, Aus- und Einreiseverbot in den EU-Raum, Anstellungsverbot) in Deutschland, als auch was die allgemeine Zukunft der Pressefreiheit in Deutschland und der gesamten EU angeht, bleiben einige Fragen offen.
Weiterlesen
- https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/regierungspressekonferenz-2725706
- taz
- Die original zitierte Quelle aus dem umstrittenen Blog www.nachdenkseiten.de:
Florian Warweg: Auswärtiges Amt als Sturmspitze im Kampf gegen unliebsame Journalisten und deren Berichterstattung
Nachtrag vom 2.2.2026
Auf den Hinweis einer Leserin hin habe ich die umstrittene Quelle www.nachdenkseiten.de und deren Autor Florian Warweg eingeordnet (siehe Kommentar).
Außerdem noch seriöse Quellen ergänzt. Leider wurde über den Fall nicht viel veröffentlicht.
Nachtrag vom 19.2.2026
Dieses Blog ist nicht geeignete Ort, um über diesen Einzelfall zu polemisieren. Deshalb sind an dieser Stelle keine Kommentare mehr möglich.

Ich bin schockiert, mit welcher kleingeistigen Naivität hier über einen Journalisten berichtet wird, der weder eine Straftat begangen noch sich in irgendeiner anderen Form juristisch verfolgbar gemacht hat. Er hat über propalästinensische Demonstrationen berichtet, was in einem Rechtsstatt (oder doch schon abgeschafft???) von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Da bin ich froh, dass wenigstens die Nachdenkseiten darüber berichtet haben (Ihre „Leserin“ sollte vielleicht noch mal einen Blick ins Grundgesetz werfen, um ihre Verunsicherung loszuwerden), denn inzwischen sind 59 Menschen auf dieser Liste. Alle ohne ein rechtsstaatliches Verfahren, ohne Anhörung und erst recht ohne Verurteilung auf eine Liste gesetzt, deren Rechtmäßigkeit durch juristische Gutachten widerlegt wurde. Wenn nicht mutige Menschen helfen würden, hätten die Betroffenen – hier insbesondere in der EU – NICHTS zu essen und zu trinken. Im Fall von Hüseyin Doğru betrifft das auch seine Frau und drei Kinder, wovon zwei neugeborene Zwillinge sind! Wie abartig wird es noch, dass das nicht JEDER als Unrecht erkennt?
Vielen Dank für Ihren Kommentar.
Offenbar bewegt das Thema viele Menschen und darüber zu berichten ist auch an dieser Stelle nicht verkehrt.
Das sehe ich auch im Sinne der Meinungsfreiheit.
Nichtsdestotrotz gehört die kritische Auseinandersetzung zum Autor Warweg und den „umstrittenen“ Nachdenkseiten auch dazu.
was darf man jetzt konkret als Einzelperson legal machen, sofern man mit einem Sanktionierten wie Dogru Kontakt hätte? Was setzt einen selber einer Verfolgung (welcher Art?) aus – was nicht?
Ist gegen einen nicht verurteilten Menschen eine „Fatwa“ verhängt oder ein „Tabu“, was nichts mit rechtsstaat, sozialstaat und fairen Verfahren zu tun hat?
Hallo,
vielen Dank für Ihren Kommentar.
Welche Folgen die Sanktionen für weitere Beteiligte haben können, lässt sich leider nicht ohne Weiteres sagen
Sie „dürfen“ gar nichts tun. Der Bundestag hat still und heimlich einen Gesetzesverschärfung beschlossen. Das Gesetz zur Anpassung von Straftatbeständen und Sanktionen bei Verstößen gegen restriktive Maßnahmen der Europäischen Union vom 15. Januar 2026 macht sie zum Straftäter. Dennoch gibt es mutige Menschen, die helfen (siehe auch Jacques Baud, Schweizer Staatsbürger)
Guten Tag,
ich bin etwas verwundert, hier auf dieser Seite einen Link zu finden, der zu der zweifelhaften Plattform Nachdenkseiten.de führt.
Vielleicht könnte Sie mich darüber aufklären, was Sie dazu veranlasst hat.
Mit freundlichen Grüßen
Eine Leserin
Hallo,
vielen Dank für den berechtigten Hinweis, ich habe den Beitrag um eine ausführliche Einordnung und seriöse Quellen ergänzt.
Danke, das Sie mit ihrem Hinweis zu den
Nachdenkseiten für das notwendige Gleichgewicht in der Berichterstattung sorgen. Das Grundprinzip der Demokratie scheint vielen Menschen in ,, ihrer sogenannten Demokratie zu fehlen “ …… Die Ausgewogenheit der Berichterstattung scheint vielen Menschen unbekannt….. Linke die andere Menschen angreifen,tätlich oder verbal bloß weil sie eine andere Meinung haben sind keine Demokraten sondern Faschisten. 🙏❗❗❗
Zum Abschluss der Kommentarspalte:
Eine Ausgewogenheit der Berichterstattung kann dieser Blog nicht leisten, er kann nur Anstöße geben.
Wenn die Kommentarfunktion dazu führt, dass ein Kommentator an dieser Stelle „Linke als Faschisten“ bezeichnet, kann ich mich als eingefleischter Demokrat nur wundern.
Offenbar ist das inhaltliche Niveau der politischen Diskussion schon sehr weit gesunken.
Insofern ist es nur konsequent, keine Kommentare zu diesem Beitrag mehr zuzulassen.
Diese können an anderer Stelle ihren Ort haben.
„Umstritten“, „zweifelhaft“, wie billig. Wenn uns Meinungen, Perspektiven oder Haltungen (denn hier geht es nicht um Arbeitsweisen und Methoden) nicht passen, dann sind sie natürlich genau das: „umstritten“. Aus m.S. sind auch die SZ, die taz, die FAZ oder die Zeit „umstritten“. Und nu?