Schritt-für-Schritt-Anleitung: Windows 10 Datenschutz-Einstellungen anpassen (2)

In dieser Anleitung beschreiben wir, wie Sie die Datenschutz-Einstellungen für ein Benutzerkonto individuell anpassen können.

Im ersten Teil der Anleitung haben wir die globalen Einstellungen festgelegt – im Standardbenutzer-Konto können deaktivierte Berechtigungen -wie die Position- dann nicht freigegeben werden. Die meisten Einstellungen können aber angepasst werden.

Für den privaten Gebrauch können Sie die Einstellungen entsprechend Ihren Bedürfnissen anpassen. Im dienstlichen Benutzerkonto sind die Datenschutz-Einstellungen allerdings sehr streng vorzunehmen, z.B. sollten sowohl der Sprachassistent Cortana deaktiviert als auch der Standort und andere Daten nicht an Microsoft übertragen werden. Die Übertragung von Telemetrie-Daten lässt sich in Windows 10 Home und Pro leider nicht  abschalten, sondern nur minimieren.

Wir beschreiben die Konfigurationsmöglichkeiten für die Windows 10 Home-Edition mit dem aktuellen Update-Stand Mai 2019, bei Windows Pro, Enterprise oder Education sind ggf. andere Optionen möglich.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Melden Sie sich mit dem Benutzerkonto an, für das Sie die Einstellungen vornehmen möchten
  2. Rufen Sie die Windows-Einstellungen auf
  3. Wählen Sie den Punkt Datenschutz
  4. Wir beginnen mit der Windows-Berechtigung Allgemein, deaktivieren Sie dort alle Punkte, u.a. die Werbe-ID und den Zugriff auf die Sprachliste durch Websites
  5. Schalten Sie die Online-Spracherkennung aus
  6. Schalten Sie bei Freihand- und Eingabeanpassung die Funktion Mich kennenlernen ab
  7. Stellen Sie bei Diagnose und Feedback bei Übersendung von Diagnosedaten an Microsoft Standard ein (ganz abschalten lässt es sich nicht)
  8. Deaktivieren Sie bei Diagnose und Feedback weiter unten Freihand- und Eingabe verbessern sowie die Individuelle Benutzererfahrung
  9. Beim Aktivitätsverlauf schalten Sie das Speichern des Verlaufs auf dem Gerät sowie die Übersendung an Microsoft ab
  10. Bei den App-Berechtigungen sollte die Position global deaktiviert sein
  11. Die Kamera und das Mikrofon können Sie nach Bedarf ein- und ausschalten, z.B. vor und nach einer Videokonferenz.
    Bei Apps aus dem Microsoft Store können Sie die Freigabe je App steuern, bei klassischen Programmen, sogenannten Desktop-Apps, kann die Freigabe nur für alle erteilt oder entzogen werden, mehr dazu in diesem Blog-Beitrag.
  12. Deaktivieren Sie die Stimmaktivierung vollständig
  13. Die Berechtigungen für Kontakte, Kalender und E-Mail können Sie abschalten, wenn Sie andere als die Windows-eigenen Apps nutzen wollen
  14. Die App-Berechtigungen bei Funktechnik sollten global deaktiviert sein
  15. Deaktivieren Sie bei Weitere Geräte die Kommunikation mit nicht gekoppelten Geräten
  16. Deaktivieren Sie das Ausführen von Hintergrund-Apps, bei Bedarf können Sie auch einzelne Apps freischalten
  17. Die Berechtigungen bei App-Diagnose sollten bereits global deaktiviert sein
  18. Fertig

Autor: don't panic

Über das Pseudonym: "Don't panic" ist auf das Cover des legendären elektronischen Reiseführers durch die Galaxis gedruckt, damit ein Anhalter keine Angst verspürt. - The British author Arthur C. Clarke said Douglas Adams' use of "don't panic" was perhaps the best advice that could be given to humanity. cf. Wikipedia

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